Ratgeber · Stand Oktober 2026 · von Marco Netzel

Checkliste Google-Unternehmensprofil für Handwerker: 20 Punkte für mehr Anfragen aus deiner Region.

Wer „Elektriker“ oder „Dachdecker“ mit einem Ort sucht, sieht zuerst die Karte mit wenigen Betrieben. Ob du dort auftauchst, entscheidet vor allem dein Google-Unternehmensprofil. Mit dieser Liste prüfst du es Punkt für Punkt.

Warum das Profil so wichtig ist.

Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und erscheint in der Google-Suche und in Google Maps. Viele Interessenten rufen direkt aus der Kartenansicht an, ohne deine Website zu besuchen. Ein vollständiges Profil mit echten Fotos und Bewertungen ist deshalb oft der erste Eindruck von deinem Betrieb.

Grundlagen.

  • 1. Profil bestätigen. Erst ein bestätigtes Profil wird zuverlässig angezeigt. Google gibt dir die Wege vor, zum Beispiel ein kurzes Video von deinem Betrieb.
  • 2. Echter Firmenname. Genau so wie im Impressum und auf deinem Firmenschild. Zusätze wie „Dachdecker Wiesbaden günstig“ verstoßen gegen die Richtlinien.
  • 3. Passende Hauptkategorie. So genau wie möglich, zum Beispiel „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“. Weitere Kategorien nur für Arbeiten, die du wirklich anbietest.
  • 4. Adresse oder Einzugsgebiet. Kommen keine Kunden zu dir, Adresse ausblenden und die Orte eintragen, in denen du arbeitest.
  • 5. Gleiche Kontaktdaten überall. Name, Adresse und Telefonnummer sollten im Profil, auf der Website und im Impressum übereinstimmen.

Inhalte.

  • 6. Beschreibung mit bis zu 750 Zeichen. Was du machst, wo du arbeitest und für wen. Ohne Links und ohne Aneinanderreihung von Suchbegriffen.
  • 7. Leistungen einzeln anlegen. Jede wichtige Arbeit als eigene Leistung mit kurzer Beschreibung, zum Beispiel „Dachsanierung“ und „Dachfenster einbauen“.
  • 8. Öffnungszeiten aktuell halten. Auch Feiertage und Betriebsurlaub eintragen. Falsche Zeiten kosten Anrufe und Vertrauen.
  • 9. Website-Link auf die passende Seite. Am besten auf eine Seite, die deine Leistungen und dein Einsatzgebiet zeigt, nicht auf eine leere Startseite.
  • 10. Echte Fotos. Logo, Team, Fahrzeuge und vor allem fertige Projekte. Regelmäßig neue Bilder zeigen, dass dein Betrieb aktiv ist.
  • 11. Merkmale prüfen. Google bietet je nach Kategorie Angaben wie Online-Termine oder barrierefreien Zugang. Ausfüllen, was zutrifft.

Bewertungen.

  • 12. Nach jedem Auftrag fragen. Am besten direkt bei der Übergabe und danach per Nachricht mit dem Bewertungslink aus deinem Profil.
  • 13. Alle Kunden gleich fragen. Google untersagt, nur zufriedene Kunden gezielt um Bewertungen zu bitten.
  • 14. Keine Gegenleistung. Rabatte oder Geschenke für Bewertungen sind nicht erlaubt, gekaufte Bewertungen erst recht nicht.
  • 15. Auf jede Bewertung antworten. Kurz, persönlich und sachlich, auch auf Kritik. Interessenten lesen die Antworten mit.
  • 16. Leistung und Ort erwähnen lassen. Du darfst Kunden bitten, gern zu schreiben, welche Arbeit du wo erledigt hast. Das hilft anderen bei der Entscheidung.

Pflege.

  • 17. Neuigkeiten teilen. Fertige Projekte oder saisonale Hinweise als Beitrag im Profil zeigen.
  • 18. Änderungen kontrollieren. Google und Nutzer können Änderungen an deinem Profil vorschlagen. Prüfe regelmäßig, ob alles noch stimmt.
  • 19. Zahlen ansehen. Im Bereich Leistung siehst du Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks. Einmal im Monat reicht.
  • 20. Website und Profil abstimmen. Leistungen und Orte auf der Website sollten zum Profil passen, damit Google beides zusammen einordnen kann.

Das solltest du vermeiden.

Suchbegriffe im Firmennamen

Kann dazu führen, dass Google das Profil sperrt.

Mehrere Profile für einen Betrieb

Ein Betrieb, ein Profil. Doppelte Einträge schaden mehr, als sie nutzen.

Briefkasten- oder virtuelle Büroadressen

Erlaubt sind nur echte Standorte. Arbeitest du von zu Hause, blende die Adresse aus.

Gefälschte oder gekaufte Bewertungen

Google entfernt solche Bewertungen und kann das Profil einschränken.

Profil und Werbung zusammen denken.

Das Profil bringt dauerhaft Sichtbarkeit, braucht aber Zeit und Bewertungen. Wer schneller Anfragen braucht, kann parallel Anzeigen schalten. Wann sich das lohnt, erklärt der Ratgeber zu Google Ads. Wie ich Profil und Website auf deine Orte ausrichte, siehst du bei der lokalen Sichtbarkeit ↗

Häufige Fragen.

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Das Profil selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du dir bei Einrichtung und Pflege helfen lässt oder zusätzlich Werbung schaltest.

Ich arbeite von zu Hause aus. Muss meine Adresse sichtbar sein?

Nein. Wenn Kunden nicht zu dir kommen, kannst du die Adresse ausblenden und stattdessen dein Einzugsgebiet angeben. Google nennt das Unternehmen mit Einzugsgebiet.

Wie viele Orte kann ich als Einzugsgebiet angeben?

Bis zu 20 Orte oder Gebiete. Google empfiehlt, dass das Gebiet nicht weiter als etwa zwei Fahrstunden von deinem Standort reicht. Gib nur Orte an, in denen du wirklich arbeitest.

Wie schnell wirken Änderungen?

Änderungen am Profil sind nach der Prüfung durch Google oft innerhalb weniger Tage sichtbar. Bessere Platzierungen in der Kartenansicht brauchen meist Wochen bis Monate und hängen stark von Bewertungen ab. Garantieren kann das niemand.

Kann ich negative Bewertungen löschen?

Nein. Du kannst eine Bewertung nur melden, wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstößt, etwa weil sie beleidigend ist oder nicht von einem echten Kunden stammt. Ansonsten hilft eine sachliche, freundliche Antwort am meisten.

Wie steht dein Profil heute da?

Der kostenlose Online-Kundencheck prüft unter anderem die öffentlich sichtbaren Daten deines Google-Profils und zeigt dir, wo du Anfragen verlierst.

Online-Kundencheck anfordern ↗

Was braucht dein Betrieb als Nächstes?

Wir besprechen deine Ausgangslage und klären, welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Du bekommst ein individuelles Angebot mit klarer Abgrenzung der Leistungen.

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